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Indische Zeit

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Indien

Terror in Indien

Anschläge in Neu Delhi
Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Nach den Anschlägen in Neu Delhi mit bislang 61 Toten und 188 Verletzten wird intensiv nach den Attentätern gesucht. Die Polizei durchkämmte die Anschlagsorte in der 14-Millionen-Metropole nach Hinweisen. Auch ein Bekenneranruf ging ein, doch Indiens Regierung lehnt Spekulationen über die Attentäter ab.

Großeinsatz für die indischen Sicherheitsbehörden am Tag danach: Spurensicherung, Straßensperren, Durchsuchungsaktionen, Massenbefragungen, öffentliche Zeugenaufrufe. Unter Hochdruck fahnden die Ermittler nach Urhebern und Hintermännern der drei Bombenanschläge. Die Polizei geht davon aus, dass eine Gruppe dahinter steht, will aber ebenso wie die Regierung nicht darüber spekulieren, welche. "Wir haben viele Informationen", sagt Innenminister Shivraj Patil, "aber es wäre nicht professionell und richtig, sie zu diesem Zeitpunkt preiszugeben."

Bei Tageslicht wird das Ausmaß des Terrorakts erst richtig sichtbar.

Islamistische Gruppe bekennt sich per Telefon

In Anrufen bei lokalen Medien im indischen Teil Kaschmirs bekannte sich eine Gruppe namens "Islamic Inqalabi Mehez" (Islamische Revolutionsfront) zu den Anschlägen. Der Anrufer forderte den Abzug der indischen Truppen aus Kaschmir. Bei der Gruppe handele es sich um eine Organisation, die 1996 gegründet wurde, Verbindungen zu der Gruppe Lashkar-e-Toiba habe, aber nicht sehr aktiv sei, weiß Karnail Singh von der Sonderkommission der Polizei in Neu Delhi. "Wir überprüfen diese Bekenneranrufe. Die Polizei macht ihre Arbeit", versichert er. Danach könne man das Ergebnis mitteilen.

Der Bekenneranruf passt zur Einschätzung von Terror-Experten, die pakistanische Moslemextremisten hinter der Tat sehen, wahrscheinlich die berüchtigten Gruppen Lashkar-e-Toiba oder Jaish-e-Mohammed. Nur sie seien in der Lage, eine solch gezielte Anschlagsserie durchzuführen, meinen sie. Doch eine heiße Spur scheint die Polizei noch nicht zu haben. Ermittler Singh dementiert jedenfalls Verhaftungen. Man untersuche den Fall, befrage Leute, habe aber niemanden festgenommen, sagt er.

Trümmer und Verwüstung nach den Anschlägen im Zentrum Neu Delhis.
Am Morgen suchen Ermittler nach Überresten der drei Sprengsätze.

Singh ruft Bevölkerung zu Ruhe auf

Premierminister Manmohan Singh sprach von einigen Hinweisen, vermied aber ebenfalls direkte Beschuldigungen. Singh rief die indische Bevölkerung zu Ruhe und Besonnenheit auf. Diese Terroristen wollten Angst und Argwohn verbreiten, erklärte er. Das dürfe ihnen nicht gelingen. "Wir müssen ihre ruchlosen Pläne zunichte machen und wir werden ihnen nicht erlauben, Erfolg zu haben. Wir sind entschlossen, Terror in allen Formen zu bekämpfen", so der Premierminister. In weiten Teilen Indiens gilt immer noch höchste Alarmstufe. Mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen will man weitere Anschläge verhindern.

Ziel der Attentäter könnte es gewesen sein, eine weitere indisch-pakistanische Annäherung zu verhindern, mutmaßen Terror-Experten. Dennoch einigten sich Indien und Pakistan wenige Stunden nach den Anschlägen auf eine teilweise Öffnung der Waffenstillstandslinie in Kaschmir, um Hilfe für die Überlebenden des Erdbebens zu ermöglichen. An fünf Punkten sollen sich Kaschmirer von beiden Seiten ab 7. November treffen und zu Fuß Hilfsgüter auf die andere Seite bringen können. Ein politisch höchst bedeutender Schritt, vor allem angesichts von Angst und Unsicherheit nach den Bombenanschlägen.
In den Einkaufsvierteln, in denen die Sprengsätze explodiert waren, sah man weniger Käufer als sonst, auch wenn die die Geschäfte wieder geöffnet hatten - für letzte Einkäufe vor Diwali, dem großen Lichterfest, das die Hindus hier am Dienstag feiern.

29.12.08 14:42
 


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